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HR-Online - "Shades of Grey" war gestern SM-Tipps aus erster Hand in Offenbach

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Allgemeine Zeitung - Rhein Main Presse

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Die Kunst der japanischen Seilbondage – Shibari
by Xanoo.
 
 
Japan Bondage, auch genannt Shibari oder Kinbaku, hat seinen Ursprung in der Tradition japanischer Kampfkünste. Seile haben …
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Die Kunst der japanischen Seilbondage – Shibari

by Xanoo.
 
 
Japan Bondage, auch genannt Shibari oder Kinbaku, hat seinen Ursprung in der Tradition japanischer Kampfkünste. Seile haben in dem asiatischen Land schon immer eine große Rolle gespielt. Es fand Verwendung bei religiösen Ritualen, aber auch im traditionellen Handwerk, etwa um damit Sandalen zu flechten oder Bäume in eine bestimmte Form zu bringen. Auch Gefangene wurden eher in Seile denn in Eisen gelegt. 
 
Und wenn ich von Seil spreche, dann meine ich in diesem Zusammenhang ausschließlich Seile aus Naturprodukten wie Seil aus Hanf oder Jute. Im japanischen Mittelalter, das geprägt  war von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen einflussreichen Familien und Clans, entwickelte sich die Martial Arts, also jene Kampfkünste und Techniken, von denen eine Hojojutsu oder Nawajutsu ist. Nawa, das Seil, wurde im Kampf eingesetzt, oft mit einem Haken am Ende oder zum Gefangennehmen des Gegners. Es war eine von 18 Kampfkünsten, die den japanischen Kriegern, den Samurai, vermittelt wurde.
 
Es gab ein dünneres Seil (3-4mm), das schnelle Seil für die Gefangennahme im Kampf oder das etwas kräftigere Seil (ca. 6mm) für den Transport der Gefangenen. Die verschiedenen Fesselungen kennzeichneten den Rang des Gefangenen. Diese Fesselungen waren immer auch von einer gewissen Ästhetik gekennzeichnet. Auch für Mönche, Frauen und selbst Kinder gab es eigene Fesselungen. An den 6mm-Seilen aus den Naturmaterialien Hanf oder Jute hat sich bis heute nichts geändert. Diese Stärke wird auch heute noch beim japanischen Bondage benutzt.
 
Bestimmte Fesselungen dienten auch der Folter oder öffentlicher Zurschaustellung. 
 
Hier haben die Hängebondages ihren Ursprung. Mit der Entstehung des Kabuki, dem traditionellen japanischen Theater ab etwa dem 16ten Jahrhundert, wurden auch hier Fesselungen verwendet und auch erstmals eine erotische Komponente gezeigt.
 
Als ich zum ersten Mal mit japanischer Bondage in Berührung kam, löste das bei mir rasch eine gewisse Faszination aus. Es ist nicht nur das Äußere, das Sichtbare, sondern auch das Auslösen von Gefühlen mit dem Seil als Medium. Und so machte auch ich mich auch nach einigen Workshops in Deutschland auf den Weg zu meinem Sensei, meinem Bondagemeister nach Tokyo, um in „höhere“ Weihen eingeführt zu werden. 
 
Sein Studio befand sich in einem Hochhaus im Stadtteil Ikebukuro, wo ich bereits von einem Model des Sensei erwartet wurde. Wie vieles in Japan war es recht klein, so auch diese Bondage Studio.
In den nächsten Tagen erhielt ich dann dort meinen Unterricht. Ich erfuhr etwas über Fesselrhythmus und war plötzlich wieder ganz am Anfang, wo ich mich nach einigen Jahren intensiver Beschäftigung mit Bonage-Techniken doch schon als Fortgeschrittener  fühlte. Aber je mehr man sich mit der Sache beschäftigt, desto mehr entdeckt man die vielen kleinen Details, die in der Art und Weise stecken, wie jemand fesselt, oder wie jemand auf die Fesselung reagiert. Schließlich geht es darum, über das Seil zu kommunizieren. Voraussetzung ist - wie bei jeder Kommunikation - eine  gewisse Gemeinsamkeit. Sowohl der passive als auch der aktive Part sollten auf der gleichen Wellenlinie ticken und eine Affinität zu dem haben, was wie tun. Nicht jeder Mensch, der sich verknoten lässt, ist wirklich für Bondage empfänglich und andere wiederum träumen wohlig weg. Für einige ist es nur ein Mittel zum Zweck und dient nur dem Fixieren für SM-Spiele, andere bringen es in Verbindung mit Tantra und der Übertragung von Energien.
 
Oft geht es darum, aus dem menschlichen Körper mithilfe des Seils ein skulpturales Kunstwerk zu schaffen. Durch sein individuelles Arrangement stellt der Gestalter, der Aktive sowohl sein Verhältnis zum Fesselpartner als auch seine jeweiligen Gefühle dar, die ihn während der Bondage bewegen.
 
 
Dies alles ist tief geprägt von dem speziellen japanischen Schönheitssinn. In Japan unterscheidet man von zwei Arten der Schönheitswahrnehmung: Einerseits wird die Schönheit im Natürlich-Zufälligen verehrt, andererseits aber auch in einer vom Menschen geschaffenen perfekten Form. Ähnlich wie bei der Blumensteck-Kunst Ikebana oder bei der traditionellen japanischen Gartengestaltung, geht um die geformte, kontrollierte Natur.  Entscheidend ist die Harmonie von linearem Aufbau, Rhythmik und Form. Jede Session ist gleichzeitig auch eine Herausforderung an die Kreativität: Für den Fesselkünstler gilt es, die selbstgesetzten Grenzen in immer neuen Kombinationen und Permutationen experimentell zu verändern und auszuweiten. 
 
Dabei ist es gar nicht mal entscheidend, komplizierte Knoten zu erlernen. Viel mehr werden aus bestimmten Grundmustern unterschiedlichste Bondage-Figuren zusammengesetzt. Diese Grundmuster bestehen jeweils aus mehrfachen Seilwindungen und den immer gleichen Hauptknoten. Schritt für Schritt kann man so seine eigenen Varianten entwickeln und dem Körper des Gegenübers anpassen.
 
Alle Spielarten mit dem Seil zu erlernen braucht jedoch seine Zeit und Hingabe. 
 
Es gibt Bondagen im Stehen, im Liegen, im Sitzen und Knien, und im Hängen. Was man oft sieht, sind die Muster der sogenannten Diamant-Bondage (Hishi), die mit den entstehenden Rautenformen an den kunstvollen Schliff von Edelsteinen erinnert. Auch die „Ebi Shibari“ genannte „Krabbe“  sieht man oft. Hier werden die Beine und Füße über Kreutz vor den Unterkörper gefesselt. Alle diese Muster entstammen alten Traditionen. Aber um diese Teile eines recht komplizierten Gebildes in ein fließendes gemeinsames Spiel zu integrieren, ohne mit dem Lehrbuch in der Hand dazustehen (was Emotionen schnell zerstören kann), gehört viel Übung und Einfühlungsvermögen.
 
Während des Besuchs in Tokyo bei meinem Sensei durfte ich dann erleben, wie Shows für fotografierende Japaner und danach Filme für japanische Download-Portale entstanden. Letzteres gehört in Japan zu dem, was einem professionellen Nawashi (Bondagekünstler) das Einkommen sichert. Es gab mehrere Shows, in denen sich das hübsche junge Model jeweils unterschiedlich kleidete. Mal steckte sie in einer Schulmädchenuniform, dann wieder im Kimono. Es wurden verschiedene Bondages und Hängebondage-Progressionen (Suspensions) durchgeführt. Das Ganze ging über mehrere Stunden hinweg in fast allen Spielarten. SM war nicht Bestandteil der Shows, das Model war nicht masochistisch. Ansonsten kann es dort durchaus auch härter zugehen. Und natürlich wird auf die Neigungen der Passiven immer Rücksicht genommen. Und so kommen einvernehmliche, authentische Sessions zustande.
 
Welche Gefühle man beim Fesseln entwickelt, wird ganz durch die Situation entschieden, in der man sich befindet. Das kann von einem erotischem Prickeln reichen bis zur Ausübung von Dominanz und härterem Fesseln.  Oder auch mit Sex einhergehen. Bondage vermittelt unterschiedliche Gefühle. etwa die des Geborgenseins oder die des Ausgeliefertseins. Für manche geht es um die sexuelle Stimulation durch Dominanz und Unterwerfung. Man sagt, daß man mit dem Seil in eine Person eindringen kann. Das ist in manchen Fällen auch so.
 
Was passiert, liegt immer auch an der Person, die man fesselt. Als aktiver Bondager muss man sich in den passiven Part einfühlen und sehen, mit welcher Energie man da spielt. Für mich persönlich spielt auch etwas Voyeurismus eine Rolle. 
 
Weitere Infos 
 
www.xanoo.eu
 
Xanoo gibt sein Wissen regelmäßig in Workshops und per Einzelunterricht weiter. Außerdem tritt er bei unterschiedlichen Bondagetreffen in Erscheinung. Eines davon veranstaltet er einmal monatlich selbst in der Grande Opera in Offenbach. (Jeder 2te Donnerstag im Monat) 
 
Für Bondagen empfiehlt Xanoo ein 6mm starkes Bondageseil Jute und die Enden verknotet. Wenn es hochwertige Jute ist und auf die für Bondage geeignete Art gedreht und bearbeitet wurde ist es weich und angenehm in der Handhabung.
 

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